Wenn das Wasser beim Triathlon noch der wärmste Ort ist, wird der oft hitzige Dreikampf zur Kälteschlacht. Beim Trimotion-Triathlon über die klassische Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 80 km Radfahren, 20 km Laufen) im österreichischen Saalfelden trotzten gleich vier Athleten des TuS Fürstenfeldbruck den widrigen Bedingungen auf dem anspruchsvollen Kurs rund um das Steinerne Meer. Während Christiane Göttner, Wolfgang Weber und Peter Hatzinger das Schwimmen im 16,3 Grad kalten Wasser schadlos überstanden, musste Kerstin Meier ihre Ambitionen auf eine Wiederholung des Altersklassensiegs vom Vorjahr gleich in der ersten Disziplin begraben: von Krämpfen geplagt erreichte sie das Ufer des Ritzensees als eine der letzten. Während Peter Hatzinger und Wolfgang Weber auf dem Rad richtig Gas gaben, wählte Vereinskameradin Göttner auf dem nassen und winkeligen Kurs die Schontaktik, um nicht allzu viele Körner für den abschließenden Lauf zu vergeuden. Ihre Kalkulation ging auf: mit einer Endzeit von 5.29 Stunde sicherte sie sich souverän den Sieg in der Altersklasse über 55. Peter Hatzinger fuhr zwar den besten Radsplit seiner AK, musste dafür aber beim abschließenden Lauf kräftig büßen und rettete schließlich nach 5.14 Stunden den dritten Platz in der AK55. Während sich Wolfgang Weber nach 4.50 Stunden über einen guten zwölften Platz in der AK 45 freute, war Kerstin Meier lediglich stolz auf ihren Kampfgeist: mit beinharter rechter Wade, die ihr auf dem Rad jede Chance zu einem ordentlichen Pedaldruck nahm, hatte sie sich nach 5.29 Stunden noch auf Platz 7 in der AK 45 vorgekämpft.