Während andere sich langsam auf den gemütlichen Ruhestand vorbereiten, schätzt Christiane Göttner auch mit 58 Jahren noch die Wettkampfatmosphäre. Bei den am Pfingswochenende im fränkischen Kulmbach ausgetragenen Deutschen Triathlonmeisterschaften über die Mitteldistanz (2 km Schwimmen – 85 km Rad – 20 km Lauf) überzeugte die Triathletin aus Fürstenfeldbruck vor allem mit einer starken Leistung auf der Laufstrecke: Bei idealen äusseren Bedingungen war sie exakt 30 Minuten schneller als ihre bis dato nahezu gleichauf liegende Konkurrentin Mariane Grünebach vom SV Polling und sicherte sich mit einer Gesamtzeit von 5.33 Stunden den zweiten Platz in der Altersklasse 55 hinter Gabriele Célette aus Saarlouis (5.20 Stunden). Vereinskamerad Christian Jais, der sich kurzfristig zu einem Start in Kulmbach entschieden hatte, unterstrich zwar mit Rang acht nach dem Radfahren seine Top-Ten-Ambititionen bei den Männern, musste diese aber nach 5 Kilometern auf der Laufstrecke bereits begraben: „Es ging einfach nichts mehr“, zeigte sich der Kapitän der Bundeliga-Mannschaft nach dem Rennen sichtlich enttäuscht. Seine Zeit von 4.17 Stunden reichte schließlich noch zum 24. Gesamtrang bei den Männern und zu Platz vier in der AK 30. Jörg Siegling als neunter der AK 35 (4.25 Stunden), Wolfgang Weber als 29igster der AK45 (5.06 Stunden) und Kerstin Meier als sechste der AK45 (5.41 Stunden) komplettierten mit ordentlichen Platzierungen den Auftritt der Triathleten aus Fürstenfeldbruck.