Als letztes Highlight und Abschluss der Saison stand für Walter Hermes Ende November der Mainova Frankfurt Marathon auf dem Programm. Die flache und schnelle Strecke in Frankfurt sollte bei kühlen Temperaturen doch eigentlich perfekt sein, um eine neue Bestzeit aufzustellen.

Nachdem alle Ergebnisse der Vorbereitung grünes Licht gaben, war mein Ziel für Frankfurt eine Zeit unter 3h30min. Da dies für mich eine Verbesserung um knapp 15 Min bedeutete, hatte ich Respekt vor der Geschwindigkeit und entschied mich in der Vorbereitung für eine unorthodoxe Strategie: der München Marathon am 9.Oktober musste als „lockerer langer Testlauf“ herhalten. Physiologisch wahrscheinlich nur bedingt sinnvoll – aber psychologisch gaben die locker gelaufenen 3h42min in München mir Mut für Frankfurt.

„This is your day“, das Motto des Frankfurt Marathons, bewahrheitete sich für mich am 31. Oktober voll und ganz. Mit 8-12°C hatte ich so ziemlich das erste Mal bei einem Marathon kein Problem mit Überhitzen (unvorstellbar, wie René das auf Hawaii bei 38 Grad hinbekommen hat…). Nachdem das Feld die ersten paar Kilometer sehr dicht war, konnte ich danach mein Zielpace von 5min/km ziemlich gut und gefühlt locker durchziehen. Ein bisschen ungünstig waren hier nur die vielen Hochhäuser in Frankfurt, die das GPS Signal störten und die Pace-Anzeige stark schwanken ließen. Also hieß es, sich mehr auf das eigene Körpergefühl zu verlassen und bei den markierten km zu kontrollieren. Als ich dann gegen km 30 den 3h30min Pacemaker einholte, wusste ich, dass ich mein gesetztes Ziel schaffen würde. Mental gestärkt durch das Ergebnis aus München, einem konstantem Pace (das mich konstant andere Läufer in der Schlussphase überholen ließ),  dem eingeholtem Pacemaker und einem guten Gefühl in den Beinen, konnte ich die letzten km und den Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle nach 3:27:54 voll und ganz genießen.

Nächster Lauf : Wien Marathon am 23. April – noch 2 Plätze frei im Auto… 🙂