Steffen Hartig & Matthias Kneidel mit neuem Streckenrekord – 6:43 Std für 26.4 Km

Wir berichten ja oft über verrückte Sachen aber lest mal das hier… Glückwunsch und dicken Respekt ihr Beiden!!!

Das Internationale Marathon-Schwimmen am Zürichsee lockt jedes Jahr  Langstreckenschwimmer aus vielen Ländern in die Schweiz. Bereits zum 29 mal Schwimmen die Teilnehmer die 26.4 km lange Strecke  von Rapperswil nach Zürich. Die Einteilung erfolgt nach Solo-Schwimmer und Staffeln , Männer, Frauen, Altersklassen, mit und ohne Neoprenanzug. 48 Einzelschwimmer und 20 Staffeln gingen am vergangenen Sonntag an den Start. Dieser erfolgte nahe des Hafens von Rapperswil im Freibad „Schlossbadi“. Für alle Einzelschwimmer ging es um 7.00 Uhr an die Startlinie, für die Staffeln erfolgte der Startschuss 15 Minuten später.

Der erste Fixpunkt auf der Schwimmstrecke war die sechs Kilometer entfernte Landzunge bei Kehlhof. Auf diesem Teilstück galt es, für die  wartenden Begleitboote zu ihren Schwimmern zu finden, die sie aus Sicherheitsgründen begleiten und auch für die nötige Verpflegung sorgen. Mein Begleiter, Matthias Kneidel, war bereits letztes Jahr beim Starnberger See Längs-Schwimmen (20 Km) an meiner Seite. Im Vorfeld haben wir die Pausenzeiten besprochen, ebenso auch die Reihenfolge der Verpflegung.

Bei der Ortschaft Meilen bei Kilometer 14,3 lag der sogenannten „Cut-off“-Punkt. Alle Schwimmer, die diesen nicht bis spätestens 13.30 Uhr erreichen konnten, wurden von der konsequenten Wettkampfleitung aus dem Rennen genommen. Bei Meilen wartete zudem eine weitere Herausforderung: Die Anlegestelle der Fähre, die regelmäßig zwischen Horgen und Meilen verkehrt. Wenn ein Schwimmer Pech hatte, musste er an dieser Stelle zwei bis drei Minuten warten und verlor wertvolle Zeit, bevor er die Fährstrecke kreuzen konnte. Der immer stärker aufkommende Wind erschwerte zunehmend die Sicht und Orientierung nach vorne. Das Schwimmen wurde für alle Teilnehmer auf der zweiten Hälfte der Schwimmstrecke deutlich anstrengender.

Von da an führte die Strecke nahe am Ufer entlang bis hin zum sogenannten „Küsnachter Horn“ bei Kilometer 21,7. Von diesem Punkt aus war für alle Schwimmer endlich das Ziel im Strandbad Tiefenbrunnen zu sehen. Dieses erreichte nach 26,4 Kilometern und 6:35:38 Stunden der schnellste Einzelschwimmer Till Mesmer aus der Schweiz. Nur 8 Minuten später und mit neuem Streckenrekord der Ü50-Männerwertung wurde Steffen Hartig zweit schnellster Einzelschwimmer. Er bewältigte die Marathon-Strecke mit Neoprenanzug in 6:43:22 Stunden und verbesserte deutlich die 2010 aufgestellte Bestzeit um 37 Minuten.

Die Schwimmer dürfen sich während der gesamten Distanz nie auf das Begleitboot begeben oder sich daran festhalten. Selbstverständlich dürfen die Schwimmer jederzeit Pausen einlegen, um sich zu verpflegen oder zu lockern – dies jedoch ausschließlich im Wasser. Ebenfalls untersagt ist das Schwimmen im „Wasserschatten“ des Begleitbootes oder eines anderen Teilnehmers. Zwei patrouillierende Schiedsrichterboote des Veranstalters sorgen für die Einhaltung der Regeln. Zudem ist ein Ärzteboot auf dem See unterwegs, um die medizinische Versorgung der Schwimmer sicherzustellen.