Es gibt die Tage an die wir uns gerne zurück erinnern, weil  die Aufgabe die wir uns gestellt haben keine Gewöhnliche war und mit versteckten Freudentränen endete.

Am 29. August 2015 gegen 6:45 Uhr traf sich eine kleine Gruppe am südlichsten Punkt des Starnberger Sees, um eine ungewöhnliche  Idee eines verstorbenen Freundes und  Sportkameraden  umzusetzen. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, aus eigener Kraft und ohne Unterbrechung den See auf seiner 20 km Länge zu durchschwimmen. Leider konnte er diesen Wunsch nicht mehr selbst umsetzen.

Perfekt organisiert, machten sich die 3 Schwimmer Heidi, Christian (beide VfL Kaufering) und Steffen (Tri Team FFB) sowie ihre Betreuer für das Schwimmen bereit. Die aufgehende Sonne erwärmte ihre Gedanken. Der See lag spiegelglatt vor ihnen, absolute Stille, alles war so wie man es sich wünscht.  „Wir stehen hüfttief im Wasser vor Seeshaupt, gleich geht es los zum nördlichen Ende des Sees, sicherlich schaut Miki zu – ein schöner Gedanke.“

Die Truppe schwammen los, jeder in seinem Rhythmus und ohne Gedanken an Wettkampf und Vergleich.  Die Betreuer – Miki’s Frau Anke, sein Sohn Matthias und Heidi’s Mann Gerd – versorgten die Schwimmer vom Paddelboot aus mit Essen, Trinken und motivierenden Worten.  Nach 5, 6 und 7 h erreichten die Drei am Steg von Percha jeweils ihr Ziel. Gänsehaut Feeling wie bei einem Ironman Zieleinlauf, einfach nur pure Freude. An diesem Tag gab es im Ziel keine Medaillen, keinen Applaus und keinen Zeitungsartikel der sportlichen Taten,  sondern viel  mehr als das. Die freiwillige Bereitschaft, für eine andere Person seine Passion umzusetzen  und  gleichzeitig  mit einer sportlichen Grenzerfahrung Abschied zu nehmen.

Danke an die Organisation und Betreuung durch die Paddler, durch die dieses unvergessene Erlebnis möglich wurde.