Am ersten Juli Wochenende findet traditionsgemäß im fränkischen Roth der größte Triathlon der Welt statt. Die gesamte Region verwandelt sich für mehrere Tage in eine Triathlonhochburg mit mehr als 250.000 Zuschauern entlang der Strecke.

Geschwommen werden die 3,8km im Donaukanal in Hilpoltstein, bevor es auf eine hügelige aber schnelle 90km Radrunde geht, die zweimal gefahren werden muss. Die Marathonstrecke beginnt in Roth und führt die Athleten am Donaukanal rauf und runter, bis nach Büchenbach und anschließend wieder nach Roth, wo der Zieleinlauf durchs tobende Stadion führt. Der Triathlon ist beliebt, die Startplätze (3.400 Einzelstarter, 650 Staffeln) sind schon nach wenigen Sekunden ausverkauft. Aber gerade weil dieses Event Gänsehaut und Freudentränen verspricht, entschloss sich Friedrich Schaffert vom TuS Fürstenfeldbruck zusammen mit seinen beiden Kindern Carolin und Fabian seinen 60. Geburtstag hier zu feiern, sodass kurzum alle drei für ihre erste Langdistanz angemeldet waren. Neben den drei Einzelstarten meldeten sich auch Jochen Stelzer, Thomas Mattes, Paul Günther (Herren-Staffel) und Kerstin Hartig, Florian Völk, René Pfaffner (Mixed-Staffel) als Staffeln an. 

Sowohl Jochen als auch Kerstin konnten ihre Teams mit starken Schwimmzeiten einen komfortablen Start ermöglichen. Thomas und Florian, beide aus der Radabteilung des TuS, konnten die Teams noch weiter nach vorne fahren, zumindest bis Florian den ersten von zwei Platten hatte. Das kostete wertvolle Zeit, die René auf dem Marathon mit der fünftschnellsten Zeit und einem persönlichen Rekord von 2:43h zumindest teilweise wieder reinlaufen konnte. Aber auch Paul nahm die Beine in die Hand und rannte, hatte allerdings ein wenig mit der Hitze zu kämpfen. Die Herren-Staffel erreichte somit nach 8:16h das Ziel, die Mixed-Staffel nach 8:34h.

Bei Familie Schaffert startete ebenfalls mit guten Schwimmzeiten und startete konservativ auf die Radstrecke. Hier galt es Kräfte zu sparen, schließlich hatte keiner bisher Langdistanz-Erfahrungen gesammelt. Doch selbst mit leicht angezogener Handbremse raste besonders Fabian in die zweite Wechselzone und wechselte in die Laufschuhe. Hier zahlten sich nun die langen und teilweise einsamen Trainingsstunden aus, sowohl Fabian als auch Carolin liefen schneller als sich beide erhofft hatten und auch Friedrich konnte sein Tempo bis kurz vor dem Ziel gut halten. Fabian überquerte als erstes Familienmitglied in starken 8:52h die Ziellinie und knackte damit gleich bei der ersten Langdistanz die magische 9 Stunden Marke. Carolin erreichte nach schnellen 10:18h das Ziel und Friedrich, der auf den letzten Kilometern mit Krämpfen zu kämpfen hatte, ließ sich nach 12:07h im Ziel feiern.