Rennbericht von Christian:

Zunächst das Wichtigste: Versprechen aus dem Vorjahr eingehalten!

Ich konnte meine Endzeit vom Vorjahr um satte 24 min. auf 8:53h verbessern! Zum ersten mal hab ich die bisher „ungeliebte“ Langdistanz in unter 9h bewältigt. In einem denkwürdigen Rennen, in dem Jan Frodeno eine deutliche Weltbestzeit in Roth aufstellte, konnte auch ich eine persönliche Bestzeit über die Langdistanz erreichen.

Nach solidem Schwimmen ging ich dieses Jahr deutlich mehr Risiko auf dem Rad. Die gefahrenen 4:35h auf 180 km können sich sehen lassen und waren schon grenzwertig. Es war aber einfach geil, unter den Top 20 über den Solarer Berg zu fahren und dann zum zweiten Wechsel zu kommen. Bis ca. km 22 konnte ich auch noch sehr gut und zügig laufen. Aber von km 25-32 musste ich extrem kämpfen und leiden. In dieser Zeit verlor ich auch sehr viele Plätze. Zum Glück konnte ich mich nach einer „Ansprache“ in bayerisch-finnisch von meinem Coach Bennie nochmals berappeln. Zum Ende ging es wieder besser und endlich Sub 9h. Vielen Dank nochmals an alle Freunde und Bekannte die mich während des Rennens angefeuert haben. Es war echt cool! Außerdem nochmals vielen Dank an Heidi und Marion für den Homestay und die Umsorgung!

 

Rennbericht von Markus:

Die Tage vor dem Rennen verbrachte ich im VW Bus auf einer Campingplatzwiese in der Nähe des Schwimmstarts. Direkt neben mir haben ein paar Österreicher ihr Camp aufgebaut und sich mit Stigl Bier jeden Abend Mut angetrunken. Lustige Leute!

Nachdem ich bei der Anmeldung im Herbst hochmotiviert 10 Stunden angepeilt habe, durfte ich gleich mit der vierten Startgruppe um 06.45 Uhr ins Wasser gehen. Kurz vorher habe ich noch den Andy getroffen, der ging fünf Minuten vorher ins Wasser. Am Start war eine tolle Stimmung, auf der Brücke über dem Schwimmstart Menschenmassen, am gegenüberliegenden Ufer Heißluftballons. Und man wird persönlich mit Handschlag vom Veranstalter Felix Walchshöfer begrüßt.

Das Schwimmen empfand ich als sehr schnell, weil man in dem Kanal immer nur geradeaus ohne großen Wind und Wellen schwimmt. Schön ist, dass am Ufer überall Menschen stehen und anfeuern. Außerdem war die Strecke alle 200 Meter markiert, so konnte man sein Tempo etwas einschätzen. Ich brauchte 1.06 und bin sehr zufrieden! Beim Wechsel aufs Rad schnappt man sich seinen Beutel rennt ins Zelt, während man sich den Anzug abstreift hilft einem jemand den Beutel auszuleeren, Sachen herrichten und packt den Anzug usw. wieder ein. Einfach Top organisiert!

Aufs Radeln hab ich mir am meisten gefreut, ich bin die Strecke in den Wochen vorher schon zwei Mal abgefahren und da ist bis auf den Gredinger Berg, der sich am Schluss a bisl zieht nichts Wildes dabei. Richtig aufregend ist der Solarer Berg, das muss man einfach mal erlebt haben! Hier stand auch Paul, René und Fabian, die mich angefeuert haben. Das Wetter war optimal. Bei meinen Trainingsrunden war´s windig und immer über 30 Grad, nicht so an diesem Sonntag. Ich konnte eine für mich überragende Zeit von 4.55 Stunden fahren und in die Laufschuhe wechseln. Auch hier wieder tolle Helfer, in der Wechselzone wird einem sofort das Rad abgenommen und der Beutel mit den Laufsachen gebracht.

Zum Laufen muss ich anmerken, dass ich noch nie einen Marathon gelaufen bin. Ich hatte da immer keine Lust drauf. Die längste Strecke im Training waren ca. 33 km. Genauso ging’s mir dann auch. Ich konnte zwar durchlaufen, wurde aber brutal langsam. Dann kommt noch ein langweiliger ewig langer Abschnitt am Kanalufer der auch nicht gerade motiviert. Zu allem Überfluss ging dann auch noch meine Uhr aus und ich hatte keine Ahnung mehr wie schnell / langsam ich gerade unterwegs war. Im Nachhinein betrachtet eigentlich egal, weil schneller wär´s eh nicht mehr gegangen. Naja, meine Laufzeit über 4.33 Stunden werde ich noch verbessern müssen!

Insgesamt habe ich 10.39 Stunden gebraucht. Vom Zieleinlauf weis ich gar nichts mehr, ich war da wie in Trance, fix und fertig, die letzten zwei Kilometer durch die Altstadt von Roth waren unglaublich hart! Einfach nur toll und einen deutlichen Motivationsschub brachte die Begleitung vom Tri Team an der langweiligen Kanalstrecke! Danke! Wer Ideen für einen schönen Langdistanzwettkampf für 2017 hat immer her damit!

 

Glückwunsch zur bärenstarken Leistung Jungs!