Brucker Triathleten nehmen einen tiefen Zug WM-Luft

Am vergangenen Wochenende war es soweit – das Saisonhighlight 2er unserer Langdistanztriathleten war gekommen. Stefan und René starteten am 03.Juli bei den IRONMAN Europameisterschaften und zugleich Deutschen Meisterschaften der Langdistanz in Frankfurt am Main und hatten dabei 3,8km zu schwimmen, 180km Rad zu fahren und im anschließenden Marathon 42,2km zu laufen.

Bestens vorbereitet reisten beide gemeinsam bereits am Freitag an um alles Notwendige stressfrei vorzubereiten zu können. Schließlich galt es einen optimalen Wettkampf abzuliefern. Vorausgegangen war sowohl für Stefan, als auch für René eine nahezu krankheits- und verletzungsfreie Vorbereitungszeit von 8 Monaten. Mehrere Vorbereitungswettkämpfe und Leistungstests galt es zuvor immer wieder zu absolvieren, mit dem einzigen Ziel am „Längsten Tag des Jahres“ optimal vorbereitet zu sein und Top-Leistung bringen zu können.

Der Wettkampfsonntag startete früh, 6:40 Uhr fiel der Startschuss zum „rolling-swimstart“ (eine neue Startvariante, bei der nicht alle 3171 Athleten auf einmal starten, sondern nach erwarteter Schwimmzeit aufgestellt im Takt weniger Sekunden, immer wieder 5 Athleten ins Wasser gelassen werden). Mit einer Schwimmzeit von 59:58 gelang es René erstmalig unter einer Stunde zu schwimmen – die Freude war riesig. Stefan folgte mit starken 1:01:31 und konnte sich ebenfalls über neue persönliche Bestzeit freuen.

Beflügelt von der tollen Schwimmleistung ging es nach einem schnellen Wechsel auf´s Rad darum, Kräfte einzuteilen und sich von anderen Athleten und dem anfänglichem Rückenwind nicht zum überzocken verleiten zu lassen. Ebenso wie der akribisch ausgetüftelte Ernährungsplan sollten auch die optimierten Zeitfahrräder und die Renntaktik zum Erfolg beitragen. „Ruhiger Rad fahren, schneller Laufen“ lautete der schlaue Plan. Bei hügeligem Profil (1200HM) und immer wieder wechselnden Winden nicht ganz leicht umzusetzen. Nach 4:56:44 stieg René vom Rad. Dies bedeutete eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,5km/h. Stefan folgte mit 5:07:56.

In gerade mal einer Minute schaffte es René im Anschluss auf die Laufstrecke – womit er schneller als der Europa- und Viezeeuropameister wechselte. Mit den auf der Radstrecke bewusst gesparten „Körnern“ schlugen Stefan und René ein ordentliches Tempo an und absolvierten die erste Hälfte des Marathons in gerade einmal 1:34:00. Bekanntlich beginnt ein Langdistanztriathlon aber erst nach dem Halbmarathon und so konnten weder René, noch Stefan das Tempo weiter so hoch halten. Mit dennoch richtig starken Laufleistungen liefen René mit persönlicher Bestzeit nach insgesamt 9:19:07 und Stefan nach 9:47:11 über die Ziellinie am mit Zuschauern überfüllten Frankfurter Römer.

Beide sind mit ihrer Leistung und Platzierungen überglücklich. Stefan erlangte in seiner Altersklasse (M 45-49) Platz 35 (von 440) und lief als gesamt 301ster ins Ziel. René durfte sich über Platz 23 (von 304) in seiner Altersklasse (M 30-34) und über Platz 115 der Gesamtplatzierung freuen.

Wir sagen herzlichen Glückwunsch und eine gute Erholung.