Dass der Karlsfelder Triathlon eine richtig schöne Veranstaltung sei – darüber waren sich die Ausdauersportler des Tri Teams Fürstenfeldbruck schon vor dem Startschuss der 27. Austragung einig. In der Frühe des 19. Juli herrschte am Karlsfelder See noch eine ruhige Morgenstimmung, die einen weiteren heißen Tag versprach. In den nächsten Stunden sollten über tausend Sportler eintreffen, die sich einen heißen Kampf um die Platzierungen auf der Kurzdistanz (1,5 km Schwimmen, 46 km Rennrad, 10 km Laufen) und der Volksdistanz (0,5 km /26 km / 5 km) liefern wollten.

Das Tri Team FFB war ohne Absprache mit 12 Teilnehmern stark vertreten. Deshalb gab es ein großes „Hallo“ als sich die Teammitglieder in der Wechselzone begrüßten und obendrein feststellten, dass die Rennräder zufällig alle dicht beieinander standen. Doch ab 09:00 Uhr musste jeder um seine eigene Bestzeit kämpfen. In drei Wellen begann der Wettkampf der Kurzdistanz mit einem Wasserstart am sehr klaren und warmen (Neopren verboten) See. Während dieses Teils des Wettkampfes lagen die Fürstenfeldbrucker Triathleten zeitlich noch relativ dicht beieinander. Doch konnte auf der Radstrecke jeder zeigen wie viel er in den letzten Monaten trainiert hat. Die Wettkampfstrecke führte über die komplett gesperrte B471. Der glatte Straßenasphalt und ein begeistertes Publikum am Rand der Strecke sowie auf den Brücken motivierten dazu, noch einmal mehr in die Pedale zu treten. Außerdem herrschte ein konstant starker Wind. Dieser half auf der einen Straßenseite den Fahrern locker Geschwindigkeiten von über 40 km/h zu fahren – die Fahrer auf der Gegenseite waren dementsprechend benachteiligt. Trotzdem waren die erzielten Radzeiten unseres Teams durchaus vorzeigbar. Nach Verlassen der Bundesstraße und dem Passieren des außergewöhnlich großen und begeisterten Publikums ging es auf die Laufstrecke. Wie es sich schon ankündigte, waren die Außentemperaturen inzwischen stark gestiegen, deshalb wurde der anschließende 10 Kilometerlauf auf den Feldern von Karlsfeld sehr anstrengend. Zum Glück gab es die vielen Helfer, die Getränke anboten oder auf die Frage „Dusche?“ die Läufer mit einem Becher Wasser begossen. Geradezu spektakulär ist immer wieder der Zieleinlauf in das Stadion des TSV Eintracht Karlsfeld. Die Ränge sind mit Zuschauern gefüllt, es herrscht mit Cheerleadern, Musik und Verpflegungsständen eine atemberaubende Atmosphäre.

Die großartige Stimmung der Brucker Triathleten wurde durch die erkämpften Ergebnisse nicht getrübt. Besonders erwähnenswert ist wieder einmal unsere Europameisterin Christine Göttner, die mit einer Zeit von 3:34 Stunden den ersten Platz der Altersklasse TW60 errang. Einen 5. Platz in der Klasse TM40 errang Jörg Siegling (2:19h). Die restlichen Athleten auf der Kurzdistanz erreichten folgende Zeiten: Norbert Obermair 2:34h (TM50), Sergio dos Santos 2:36h (TM35), Ulf Dierdorf 2:36h (TM35), Wolfgang Weber 2:39h (TM50), André Tittel 2:39h (TM45), Balthasar Langrock 2:51h (TM30), Ekkehard Rieder 2:51h (TM40), Thomas Gierzewski 3:34h (TM55). Bei der Volksdistanz errang Carsten Klocke den hervorragenden 6. Platz in der Altersklasse TM50 in 1:25h. Karl Roland benötigte eine Minute weniger und errang Platz 10 der TM40.

Alles in allem bot der Wettkampf wieder sehr gute Bedingungen, eine tolle Organisation, viel Spaß und gute Ergebnisse – eben eine richtig schöne Veranstaltung!