Was die Badegäste freut, ist für die schlechten Schwimmer unter den Triathleten ein echtes Handicap: Hat ein See bei einem Wettkampf über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) mehr als 22 Grad Wassertemperatur, sind die beliebten Neoprenanzüge verboten. Da der Ilsesee in Königsbrunn stolze 23,8 Grad vorweisen konnte, wurde die erste Disziplin für Angelika Völk vom Tri Team Fürstenfeldbruck zum echten Härtetest: „Für eine schlechte Schwimmerin wie mich war es ein harter Kampf gegen die brustschwimmenden Männer, deshalb war ich bereits beim ersten Wechsel ziemlich genervt.“ Dem ungeliebten Nass nach 34.50 Minuten endlich entronnen, drehte Völk auf dem Rad mächtig auf und katapultierte sich mit der fünftschnellsten Radzeit vom letzten Drittel des Damenfeldes auf Rang 8. Beim abschließenden Lauf in sengender Hitze musste sie zwar noch eine jüngere Konkurrentin ziehen lassen, war aber zum Schluss mit Gesamtrang 9 (Endzeit: 2.56 Stunden) und dem souveränden Sieg in der Altersklasse der über 50-jährigen Damen sehr zufrieden. Ganz so weit vorne in der Einzelwertung konnten sich die Vereinskameradinnen beim zeitgleich ausgetragenen Karlsfelder Triathlon zwar nicht platzieren, dafür glänzten Claudia Steigmayer (2.50,07), Christiane Göttner (2.50,40) und Monika Hofbauer (3.08) auf der olympischen Distanz mit einer perfekten Teamleistung: Mit einer Gesamtzeit von 8.48 Stunden sicherten sie sich den dritten Platz in der Mannschaftswertung hinter den Damen von Triathlon Karlsfeld (8.06 Stunden) und dem MRRC München (8.30 Stunden).